Palettenregal: Aufbau, Maße, Tragfähigkeit und Planung

Ein Palettenregal lagert ganze Ladeeinheiten auf Traversen, also auf waagerechten Trägern, die zwischen zwei Ständerrahmen eingehängt sind. Für Europaletten planen die meisten Betriebe drei Paletten nebeneinander auf rund 2,7 m Traversenlänge und 1,1 m Rahmentiefe. Entscheidend sind am Ende nicht die Maße, sondern drei Zahlen: Fachlast, Feldlast und die Tragfähigkeit Ihres Hallenbodens.

Kurz zusammengefasst

  • Drei Europaletten längs brauchen etwa 2.400 mm Palettenbreite plus vier Freimaße. Mit 75 mm Freimaß ergibt das 2.700 mm lichte Traversenlänge.
  • Die Fachlast gilt pro Traversenpaar, die Feldlast für alle Ebenen eines Feldes zusammen. Beide stehen auf dem Belastungsschild, das die DGUV verlangt.
  • Anfahrschutz an den Eckständern: mindestens 0,3 m hoch, empfohlen sind 400 mm.
  • Regalgänge für Stapler mit Fußgängerverkehr brauchen nach ASR A1.8 je Seite 0,75 m Randzuschlag zur Fahrzeugbreite.
  • Vor dem Aufstellen muss die Belastbarkeit des Bodens nachgewiesen sein. Diesen Punkt vergessen viele Planungen.

So ist ein Palettenregal aufgebaut

Ein Palettenregal besteht aus Ständerrahmen, Traversen und Zubehör wie Sicherungsstiften, Durchschubsicherungen und Anfahrschutz. Zwei Rahmen und die Traversen dazwischen bilden ein Feld, jede Traversenhöhe eine Ebene.

Der Ständerrahmen ist das senkrechte Bauteil: zwei Stützen mit Lochraster, verbunden durch Diagonal- und Horizontalstreben. Seine Tiefe richtet sich nach der Palette. Für Europaletten, die mit der langen Seite (1.200 mm) in die Tiefe eingelagert werden, sind Rahmentiefen um 1.100 mm üblich. Die Palette steht dann vorne und hinten je etwa 50 mm über. Das ist gewollt, denn so liegen die Kufen sicher auf beiden Traversen auf.

Die Traversen tragen die Last. Sie werden in das Lochraster eingehängt und mit Sicherungsstiften gegen unbeabsichtigtes Aushängen gesichert. Fehlt ein solcher Stift, kann ein Stapler beim Ausheben die Traverse mit anheben. Diesen Fehler finden Prüfer bei Regalinspektionen regelmäßig.

Ein Anbaufeld teilt sich einen Rahmen mit dem Nachbarfeld. Wer eine Regalzeile plant, rechnet deshalb mit einem Grundfeld und beliebig vielen Anbaufeldern. Das spart pro Feld einen Rahmen.

Maße: Was Sie für Europaletten ansetzen

Für Europaletten (1.200 × 800 × 144 mm, rund 25 kg laut EPAL) sind zwei Feldbreiten verbreitet: etwa 1.800 mm für zwei Paletten und etwa 2.700 mm für drei Paletten längs. Die genauen Werte stehen in der Planungsunterlage des Herstellers.

Der Weg zur Traversenlänge ist einfach. Sie addieren die Palettenbreiten und die Freimaße: links zwischen Ständer und erster Palette, zwischen den Paletten und rechts zwischen letzter Palette und Ständer. Bei drei Paletten sind das vier Freimaße. Wie groß ein Freimaß mindestens sein muss, regelt DIN EN 15620 in Abhängigkeit von der Lagerhöhe. In niedrigen Ebenen rechnen viele Hersteller mit 75 mm, in großen Höhen mit mehr, weil der Staplerfahrer dort schlechter sieht und der Mast stärker schwingt.

Senkrecht gilt dasselbe Prinzip. Zwischen Oberkante Ladung und Unterkante der nächsten Traverse brauchen Sie Luft zum Ausheben. Dazu kommt die Bauhöhe der Traverse selbst. Wer die Ebenen exakt auf Ladungshöhe plant, verliert im Alltag mehr Zeit beim Rangieren, als er an Platz gewinnt.

Planungsgröße Wert Herkunft
Europalette 1.200 × 800 × 144 mm, ca. 25 kg, 1.500 kg Tragfähigkeit EPAL
Rahmentiefe bei Längseinlagerung ca. 1.100 mm (je 50 mm Überstand) übliche Herstellerpraxis
Freimaß Palette zu Palette bzw. Ständer 75 mm in niedrigen Ebenen, darüber mehr DIN EN 15620, Herstellerangabe maßgeblich
Abweichung der Stütze von der Lotrechten höchstens 1/200 der Stützenhöhe bei voller Beladung DGUV Information 208-061
Anfahrschutz mind. 0,3 m hoch, empfohlen 400 mm, mind. 400 J Aufnahme DGUV Information 208-061
Durchschubsicherung im Doppelregal wirksam bis mind. 150 mm Höhe, entbehrlich bei 100 mm Sicherheitsabstand DGUV Information 208-061

Mehr zu Kufen, Kennzeichnung und den Unterschieden zwischen statischer und dynamischer Tragfähigkeit lesen Sie im Ratgeber Europalette: Maße, Gewicht, Tragfähigkeit und Kennzeichnung.

Fachlast und Feldlast richtig lesen

Die Fachlast ist das Gewicht, das ein Traversenpaar tragen darf, gleichmäßig verteilt. Die Feldlast ist das Gesamtgewicht aller Ebenen eines Feldes, das die beiden Ständerrahmen aufnehmen dürfen. Die Summe der Fachlasten darf die Feldlast nie überschreiten.

Genau hier liegt die häufigste Falle. Ein Feld mit vier Traversenebenen à 3.000 kg Fachlast trägt nicht automatisch 12.000 kg. Steht auf dem Schild eine Feldlast von 10.000 kg, dürfen Sie die vier Ebenen eben nicht voll ausnutzen. Die Feldlast hängt außerdem vom Abstand der untersten Traverse zum Boden ab. Ein Ständer, dessen erste Traverse sehr hoch sitzt, knickt früher aus. Wer nachträglich die unterste Ebene nach oben versetzt, um Platz für höhere Bodenpaletten zu schaffen, verändert damit die zulässige Feldlast. Das darf nur nach Rücksprache mit dem Hersteller geschehen.

Die DGUV Information 208-061 verlangt, dass die zulässigen Fach- und Feldlasten sowie die maximale Last der Ladeeinheit dauerhaft am Regal angegeben sind. Darauf verzichten dürfen Sie nur bei Regalen, die von Hand beladen werden und weniger als 200 kg Fachlast haben. Für ein Palettenregal kommt diese Ausnahme praktisch nie in Frage.

Rechenbeispiel: Palettenplätze und Lasten für eine Regalzeile

Für eine Regalzeile von 30 m Länge mit drei Europaletten pro Feld und vier Ebenen kommen Sie auf 120 Palettenplätze. Bei 1.000 kg pro Palette braucht jedes Feld 3.000 kg Fachlast und 9.000 kg Feldlast. So rechnen Sie es nach.

Die Annahmen: Halle mit 30 m nutzbarer Wandlänge, Europaletten längs eingelagert, Ladeeinheit maximal 1.000 kg, Bodenebene plus drei Traversenebenen. Die Stützenbreite setzen wir mit 100 mm an. Ihr Hersteller nennt den genauen Wert.

Schritt Rechnung Ergebnis
1. Traversenlänge 3 × 800 mm + 4 × 75 mm 2.700 mm
2. Rastermaß je Feld 2.700 mm + 100 mm Stütze 2.800 mm
3. Felder pro Zeile (30.000 mm − 100 mm Endstütze) : 2.800 mm = 10,7 10 Felder
4. Plätze pro Ebene 10 Felder × 3 Paletten 30 Plätze
5. Plätze gesamt 30 Plätze × 4 Ebenen (inkl. Boden) 120 Palettenplätze
6. Fachlast je Traversenpaar 3 Paletten × 1.000 kg mind. 3.000 kg
7. Feldlast 3 Traversenebenen × 3.000 kg (Bodenpaletten belasten die Rahmen nicht) mind. 9.000 kg
8. Last je Fußplatte (grob) Ein Innenrahmen trägt je eine halbe Feldlast links und rechts, also 9.000 kg, verteilt auf 2 Stützen ca. 4.500 kg plus Eigengewicht

Die 0,7 Felder, die in Schritt 3 übrig bleiben, entsprechen knapp 2 m Wandlänge. Dort passt ein schmaleres Feld für zwei Paletten. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, ob die Ecke für den Stapler überhaupt anfahrbar bleibt.

Schritt 8 ist der Punkt, an dem Planungen am häufigsten scheitern. Rund 4,5 t auf einer Fußplatte von wenigen hundert Quadratzentimetern sind eine Punktlast, die ein dünner Estrich oder eine alte Hallenplatte nicht immer verträgt. Die DGUV Information 208-061 verlangt, dass die Belastbarkeit der Aufstellfläche nachgewiesen ist, bevor das Regal steht. Lassen Sie diesen Nachweis von einem Tragwerksplaner oder dem Regalhersteller führen, wenn Sie keine Bodenkennwerte aus den Bauunterlagen haben.

Gangbreite: Was die ASR A1.8 verlangt

Für Fahrwege mit Staplern und Fußgängern verlangt die ASR A1.8 die größte Breite von Fahrzeug oder Ladung plus je 0,75 m Randzuschlag. Bei Gegenverkehr kommt ein Begegnungszuschlag von 0,40 m hinzu. Für das Ein- und Auslagern im Regalgang zählt zusätzlich die Arbeitsgangbreite aus dem Datenblatt des Staplers.

Die Technische Regel für Arbeitsstätten ASR A1.8 (Ausgabe 2022) unterscheidet bei Geschwindigkeiten unter 20 km/h zwei Fälle. Bei reinem Fahrzeugverkehr beträgt der Randzuschlag je Seite 0,50 m, bei gemeinsamem Fahrzeug- und Fußgängerverkehr 0,75 m. Ein Rechenbeispiel mit einem Stapler, der samt Ladung 1,20 m breit ist:

  • Einspuriger Gang mit Fußgängern: 1,20 m + 2 × 0,75 m = 2,70 m
  • Gang mit Begegnungsverkehr zweier Stapler und Fußgängern: 2 × 1,20 m + 2 × 0,75 m + 0,40 m = 4,30 m

Für den Regalgang selbst reicht dieser Verkehrsweg oft nicht. Ein Gegengewichtsstapler muss sich vor dem Fach um 90 Grad drehen. Die dafür nötige Arbeitsgangbreite steht im Datenblatt des Fahrzeugs und liegt bei Gegengewichtsstaplern meist deutlich über der von Schubmaststaplern. Planen Sie die Gänge deshalb immer vom Fahrzeug her und nicht vom Regal. Reine Fußgängerwege zwischen Lagereinrichtungen müssen laut ASR A1.8 mindestens 1,25 m breit sein, Nebengänge, die nur von Hand beladen werden, mindestens 0,75 m.

Wer im Regalgang fährt, braucht eine Ausbildung und eine schriftliche Beauftragung. Was dazugehört, erklärt der Ratgeber Staplerschein: Wer ihn braucht, wie die Ausbildung abläuft und was sie kostet.

Wenn-dann: Welche Ausführung passt zu Ihrem Lager

Das klassische Palettenregal mit Einzelplatzzugriff lohnt sich, wenn Sie viele verschiedene Artikel mit wenigen Paletten je Artikel lagern. Bei wenigen Artikeln in großen Mengen sind kompaktere Systeme wirtschaftlicher.

Wenn … … dann
jede Palette jederzeit direkt erreichbar sein muss Palettenregal mit Einzelplatzzugriff, einzeilig an der Wand oder als Doppelregal
Sie Doppelregale von beiden Seiten beschicken Durchschubsicherung einplanen oder 100 mm Sicherheitsabstand zwischen den Paletten halten
Kleinteile oder lose Ware auf die Ebenen sollen Gitterroste oder Auflageböden auf die Traversen, sonst fällt Ware durch
Sie in den unteren Ebenen kommissionieren und schwere Teile von Hand entnehmen Auszugsböden prüfen, siehe Palettenregal mit Auszug
Fässer oder Gebinde mit wassergefährdenden Flüssigkeiten lagern Regal mit integrierter Auffangwanne, siehe Palettenregal mit Auffangwanne
Sie wenige Artikel in großen Stückzahlen lagern Einfahr- oder Durchlaufregal prüfen, das Palettenregal verschenkt hier Fläche für Gänge
Sie eine überschaubare Erstausstattung ohne individuelle Planung suchen vorkonfigurierte Sets, siehe Komplettpaket Palettenregal

Aus der Praxis

Ein typischer Fehler entsteht nicht bei der Erstplanung, sondern ein Jahr später. Das Sortiment ändert sich, die Paletten werden höher, also hängt jemand die Traversen ein Lochraster höher oder lässt eine Ebene weg. Das Belastungsschild stimmt danach nicht mehr, und die Feldlast kann sinken, weil sich die Knicklänge der Stütze verändert hat. Vermeiden lässt sich das mit einer einfachen Regel: Jeder Umbau wird vorher mit dem Hersteller oder der befähigten Person abgestimmt, danach wird das Schild angepasst und das Regal vor der Beladung geprüft.

Sicherheit im Betrieb: Anfahrschutz, Schild und Prüfung

Im Betrieb schützen drei Dinge ein Palettenregal: ein Anfahrschutz an den Ecken, ein aktuelles Belastungsschild und regelmäßige Prüfungen durch eine befähigte Person. Schäden, die Beschäftigte gefährden können, müssen sofort behoben werden, bis dahin wird der Bereich gesperrt.

Der Anfahrschutz sitzt an den Eckständern, die zur Fahrgasse und zu Durchfahrten zeigen. Die DGUV Information 208-061 fordert mindestens 0,3 m Höhe und eine Energieaufnahme von mindestens 400 J, empfohlen sind 400 mm Höhe. Ein verbogener Anfahrschutz hat seine Aufgabe einmal erfüllt und gehört zeitnah ersetzt. An Regalen mit viel Staplerverkehr lohnt sich ein durchgehender Schutz an den Stirnseiten, weil der Stapler beim Einschwenken oft nicht die Ecke, sondern die erste Stütze dahinter trifft.

Wiederkehrende Prüfungen führen zur Prüfung befähigte Personen durch. Art, Umfang und Fristen legen Sie in der Gefährdungsbeurteilung nach Betriebssicherheitsverordnung fest, für den Prüfinhalt verweist die DGUV auf DIN EN 15635. In der Praxis heißt das: jährliche Experteninspektion, dazu eigene Sichtkontrollen in kurzen Abständen. Wie Sie Schäden einstufen und was bei Rot passiert, zeigt der Ratgeber Regalprüfung nach DIN EN 15635: Pflicht, Intervalle und Ablauf.

Prüfen Sie bei der Sichtkontrolle besonders die Stelle, an der die Stütze auf die Fußplatte trifft. Dort sitzen die meisten Anfahrschäden, und genau dort ist das Profil am stärksten belastet. Ein Lot hilft bei der Frage, ob ein Regal schief steht: Bei einer 6 m hohen Stütze sind 30 mm Abweichung von der Lotrechten die Grenze (1/200).

Planung in fünf Schritten

Ein Palettenregal planen Sie vom Lagergut über das Fahrzeug bis zum Boden. Wer mit dem Regalkatalog anfängt, landet oft bei Feldern, die nicht zu den Paletten oder den Gängen passen.

  1. Ladeeinheiten erfassen: Palettentyp, maximale Höhe mit Ladung, maximales Gewicht. Planen Sie mit der schwersten realistischen Palette, nicht mit dem Durchschnitt.
  2. Fahrzeug festlegen: Hubhöhe, Resttragfähigkeit in der obersten Ebene und Arbeitsgangbreite aus dem Datenblatt. Die Resttragfähigkeit in großer Höhe begrenzt oft, was oben eingelagert werden darf.
  3. Feld und Ebenen bestimmen: Traversenlänge, Ebenenabstände mit Freimaßen, daraus Fach- und Feldlast wie im Rechenbeispiel.
  4. Boden und Gebäude prüfen: Nachweis der Bodenbelastbarkeit, Abstände zu Brandschutzeinrichtungen, Fluchtwege und Lichtbänder.
  5. Sicherheitsausstattung ergänzen: Anfahrschutz, Durchschubsicherung, Belastungsschild, Verankerung nach Herstellervorgabe, Abnahme durch eine befähigte Person vor der ersten Beladung.

Einen Überblick über alle Regalarten und ihre Einsatzgrenzen finden Sie im Pillar-Ratgeber Lagerregale und Lagertechnik: Systeme, Tragfähigkeit und Sicherheit im Überblick.

Unsere Einschätzung

Für die meisten mittelständischen Lager mit gemischtem Sortiment bleibt das Palettenregal mit Einzelplatzzugriff die beste Wahl. Es ist flexibel, gut nachrüstbar und jeder Platz ist direkt erreichbar. Wir empfehlen, gleich zu Beginn eine Feldlast mit Reserve zu wählen und das Freimaß nicht auf Kante zu planen. Beides kostet bei der Anschaffung wenig und erspart Umbauten. Nicht lohnend ist das klassische Palettenregal, wenn Sie wenige Artikel in großen Mengen lagern oder kaum Gangfläche haben. Dann rechnen sich Einfahr-, Durchlauf- oder Verschieberegale schneller.

Gebrauchte Palettenregale: worauf Sie achten

Gebrauchte Palettenregale sind eine vernünftige Option, wenn Hersteller, Typ und Lastangaben eindeutig bekannt sind und Sie die Teile vor dem Kauf auf Schäden prüfen. Ohne Herstellerangaben fehlen Ihnen die Daten für das Belastungsschild.

Fragen Sie beim Kauf nach dem ursprünglichen Belastungsschild oder der Typbezeichnung. Mischen Sie keine Bauteile verschiedener Hersteller, denn Lochraster und Einhängehaken passen oft nur scheinbar zusammen. Verbogene Stützen, eingerissene Lochungen und fehlende Sicherungsstifte sind Ausschlussgründe. Nach dem Aufbau gilt dasselbe wie bei Neuware: Abnahme durch eine befähigte Person, bevor die erste Palette eingelagert wird.

Häufige Fragen zum Palettenregal

Wie lang muss eine Traverse für drei Europaletten sein?

Bei Längseinlagerung rechnen Sie 3 × 800 mm Palettenbreite plus vier Freimaße. Mit 75 mm Freimaß ergibt das 2.700 mm lichte Weite. In großen Lagerhöhen sind größere Freimaße nötig, maßgeblich ist die Planungsunterlage des Herstellers.

Wie tief ist ein Palettenregal für Europaletten?

Werden Europaletten mit der 1.200-mm-Seite in die Tiefe gestellt, sind Rahmentiefen um 1.100 mm üblich. Die Palette steht vorne und hinten je rund 50 mm über und liegt sicher auf beiden Traversen auf.

Muss ein Palettenregal am Boden verankert werden?

Das hängt von Höhe, Bauart und Herstellervorgabe ab. Die Standsicherheit muss in jedem Fall gewährleistet sein. Bei Regalen, die mit Staplern beschickt werden, schreiben die Hersteller die Verankerung in aller Regel vor, und daran sollten Sie sich halten.

Brauche ich für ein Palettenregal ein Belastungsschild?

Ja. Die DGUV Information 208-061 verlangt dauerhafte Angaben zu Fach- und Feldlast und zur maximalen Last der Ladeeinheit. Die Ausnahme gilt nur für von Hand beladene Regale unter 200 kg Fachlast.

Wie breit muss der Gang zwischen zwei Palettenregalen sein?

Für den Verkehrsweg gilt nach ASR A1.8: Breite von Fahrzeug oder Ladung plus je 0,75 m Randzuschlag, wenn auch Fußgänger unterwegs sind. Für das Ein- und Auslagern zählt die Arbeitsgangbreite des Staplers laut Datenblatt, die oft größer ist.

Wie oft muss ein Palettenregal geprüft werden?

Fristen legen Sie in der Gefährdungsbeurteilung fest. Üblich nach DIN EN 15635 sind eine jährliche Inspektion durch eine befähigte Person und häufige eigene Sichtkontrollen, dazu eine Prüfung nach jedem Umbau.

Hinweis: Dieser Ratgeber ersetzt keine Gefährdungsbeurteilung oder Prüfung durch eine befähigte Person.

Quellen

Die Lastangaben, Mindestmaße und Prüfanforderungen in diesem Ratgeber stammen aus diesen Quellen. Die Rechenbeispiele beruhen auf den genannten Annahmen.

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